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Botox, Filler & Mama-Vorbild: Zwischen Babyhaut und Vorbildfunktion – mein persönlicher Schönheits-Dilemma-Moment

  • Autorenbild: Mara Reinders
    Mara Reinders
  • 9. Dez. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Wenn ich eins weiß, dann das:

Die Natur war in meiner Schwangerschaft sehr großzügig – nur leider nicht mit Dingen, die ich behalten wollte.

Hängende Brüste? Check.

Hormonelle Achterbahnfahrt? Check.

Mimikfalten, die plötzlich nicht mehr lustig aussehen? Doppel-Check.


Und ja… ich gebe es zu:

Ich habe schon mehr als einmal darüber nachgedacht, ob ich mir ein bisschen Botox oder Filler gönnen sollte.

Nur so… für die Frische.

Für die „Ich habe zwar vier Stunden geschlafen, aber tu bitte so, als wären es acht“-Ausstrahlung.


Aber wie ist das eigentlich, wenn man Mama ist?

Ist das noch „Mir egal, ich mache das für mich“ – oder rutschen wir da schon in den Bereich „Was vermittle ich meinen Kindern eigentlich?“


Und dann kam eure Abstimmung im Kanal.

Klares Ergebnis:

„It’s Nature! Jeder Falte ihre Geschichte.“


Und plötzlich stand ich zwischen zwei Welten:

Die „Ich bleibe natürlich, ich bin stark, ich liebe meine Falten“-Fraktion

vs.

die „Ein bissl Botox schadet ja nicht, oder?!“-Gedanken in meinem Hinterkopf.


Darum hab ich mich mal hingesetzt, recherchiert und nachgedacht – und hier ist er jetzt:

Mein ehrlicher, humorvoller, leicht chaotischer Deep Dive ins Thema.

 

Botox & Filler – was ist das eigentlich genau? (Kurz, versprochen!)

Botox

= ein Nervengift (klingt schlimmer als es ist), das die Muskeln entspannt →

RESULTAT: weniger Falten, mehr „Mama wurde heute offensichtlich nicht angeschrien“-Look.


Haltbarkeit: ca. 3–6 Monate

Kosten: je nach Region 150–350 € pro Zone

Risiken: Hängelider, asymmetrische Augenbrauen, eingefrorene Mimik („Der Face Filter ist real“).


Filler (z. B. Hyaluron)

= eine gelartige Substanz, die Volumen gibt → Lippen, Wangen, Nasenkorrektur light.


Haltbarkeit: 6–18 Monate

Kosten: 200–500 € pro ml

Risiken: Knubbel, Entzündungen, Migration („Ich wollte volle Lippen – bekam aber volle Nasolabialfalte“).


Fun Fact (oder eher: Angstschweiß):

Laut verschiedenen dermatologischen Verbänden gehen ca. 5–10 % der minimalinvasiven Eingriffe schief oder müssen nachgebessert werden.

Bei unerfahrenen Behandlern ist das Risiko deutlich höher.


Ganz wichtig für uns Mamas: Schwangerschaft & Stillzeit = No-Go

Botox und Filler sind in der Schwangerschaft und Stillzeit absolut tabu.

Wissenschaftlich nicht ausreichend untersucht → Risiko zu groß.


Also nein, liebe Anti-Falten-Fee, du musst draußen bleiben, solange wir Babys produzieren oder füttern.


Das Mama-Dilemma: Vorbild sein vs. Falten loswerden

Und jetzt wird’s spannend:


Natürlich wollen wir unseren Kindern Selbstakzeptanz beibringen.

Dass man sich liebt, wie man ist.

Dass Falten Geschichten erzählen.

Dass Schönheit von innen kommt (und im Zweifel von Kaffee, Schlaf und guter Beleuchtung).


Aber gleichzeitig wären wir auch gern ein bisschen… glatter.

Frischer.

Weniger genervt aussehend.


Ist das jetzt widersprüchlich?


JA.

NEIN.

Vielleicht.


Denn die Wahrheit lautet:


Wir machen es nicht für die Kinder.

Wir machen es nicht für Insta.

Wir machen es, weil wir uns selbst gefallen wollen.


Und DAS ist eigentlich das Beste, was wir unseren Kindern zeigen können:

Dass Mama auf sich achtet.

Dass Mama Bedürfnisse hat.

Dass Mama sich verändern darf – ohne sich zu rechtfertigen.


Solange wir ihnen vermitteln:


„Du bist gut, wie du bist.“

„Vergleich dich nicht mit anderen.“

„Schönheit hat viele Gesichter.“

„Mama macht das für sich – nicht, weil es nötig ist.“


… dann sind wir auf der sicheren Seite.

 

Aber… die Angst vorm Absturz

Du kennst sicher auch diese Promi-Beispiele:

Sie gehen einmal zur Botox-Fee und plötzlich laufen sie Jahre später herum, als würde ihr Gesicht permanent in eine Windböe gucken.


Natürlich passiert das nicht nach einer Behandlung.

Aber – und das zeigen Studien UND Erfahrungsberichte:


Viele Frauen neigen dazu, „immer mehr“ zu wollen.


Das nennt man in Fachkreisen:

Body Dysmorphia light

„Ich sehe da noch was!“

„Nur ein bisschen nachspritzen…“

„Verdammt, jetzt sieht die linke Seite besser aus…“


Und dann geht’s los.


Deshalb ist meine Angst völlig legitim:

Wenn ich einmal anfange, wo höre ich auf?

 

Was kostet der Spaß eigentlich?

Ungefähr so viel wie ein Kurzurlaub ohne Kinder.

Also theoretisch ein Schnäppchen – praktisch unbezahlbar.


Botox pro Zone: 150–350 €

Filler pro ml: 200–500 €

Lippen: meist 250–400 €

Wangen: 400–800 €

Korrektur nach Migration: teuer, schmerzhaft und frustrierend


Und das alles hält nicht mal ewig.

 

Wo sollte man hingehen, wenn man’s macht?

Bitte NIE zu:


Kosmetikstudios

„Billig-Botschaften“

Hinterhof-Behandlern

Insta-Schnäppchen für 99 € inklusive Latte Macchiato


Sondern NUR zu:


Fachärzten für Dermatologie

Plastischen & ästhetischen Chirurgen

Zertifizierten medizinischen Instituten


Denn ja: Die meisten Komplikationen passieren dort, wo Leute sparen wollten.



Mein persönliches Fazit: zwischen Mama, Mimik und Moral

Ich bin hin- und hergerissen.

Zwischen „Ich akzeptiere mich!“ und „Ein kleines Fresh-Up schadet doch nicht!“.


Zwischen „Ich will ein Vorbild für meine Kinder sein!“

und

„Ich hätte schon gern wieder eine Stirn, die nicht aussieht wie frisch gewalzt.“


Aber am Ende des Tages bleibt:


Meine Kinder lieben mich so, wie ich bin.

Egal ob mit Falte, Botox oder Haaren, die ich seit sieben Tagen nicht gewaschen habe.

Ich entscheide für mich – und nicht für andere.

Und das ist die eigentliche Vorbildfunktion: Selbstfürsorge.




 
 
 

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