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Saftiger Marmorkuchen wie von Mama – einfaches Rezept für jeden Anlass

  • Autorenbild: Mara Reinders
    Mara Reinders
  • vor 4 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit

Es gibt Rezepte, die sind mehr als Mehl, Eier und Zucker.

Sie sind Erinnerung.

Sie sind Zuhause.

Sie sind ein bisschen Mama – auch dann, wenn Mama nicht mehr da ist.


Ich bin mit diesem Kuchen aufgewachsen.

Nicht mit fancy Torten, nicht mit dreistöckigen Instagram-Wundern, sondern mit Marmorkuchen.

Dem Marmorkuchen meiner Mama.


Ich glaube, jede Familie hat dieses eine Rezept.

Das Go-to-Rezept.

Das „Es kommt Besuch“-Rezept.

Das Geburtstags-Rezept.

Das „Ich brauch jetzt schnell was Süßes“-Rezept.


Bei uns war es immer Marmorkuchen.


Und bis heute ist es so:

Alle Menschen, die ich besonders liebe, bekommen von mir zum Geburtstag diesen Kuchen.

Ich setze die Tradition fort. Nicht, weil ich muss – sondern weil ich will.

Weil sich das richtig anfühlt.

Weil meine Mama so ein kleines Stück weiterlebt, jedes Mal, wenn der Ofen aufgeht und die Küche nach Marmorkuchen riecht.


Und ja:

Das ist das Rezept, das ich in meinem Leben am häufigsten weitergegeben habe.

Auf Geburtstagen.

Bei Besuchen.

Bei Veranstaltungen.

Immer mit demselben Ergebnis:

„Boah, was ist DAS denn bitte für ein Kuchen?“


Viele sagen, er schmeckt nach Marzipan.

Tut er nicht.

Die geheime Zutat ist Bittermandelöl – aber dazu gleich mehr.


Er ist außen knusprig.

Innen schokoladig-matschig.

Ein trockener Kuchen, der alles richtig macht.


Und ja:

Schande über mein Haupt, dass ich ihn erst jetzt mit euch teile.

Aber vielleicht war genau jetzt der richtige Zeitpunkt.



Zutaten – heller Teig


  • 250 g zimmerwarme Butter (ja, ein ganzes Pfund)

  • 4 Eier

  • 300 g Zucker

  • 1 Pulle Bittermandelöl (mein Favorit: Dr. Oetker – lohnt sich!)

  • 500 g Mehl

  • 1 Päckchen Backpulver

  • 1 Päckchen Vanillezucker



Zutaten – dunkler Teig


  • 3 EL Backkakao

  • 3 EL Zucker

  • 3 EL Sonnenblumenöl




Zubereitung


  1. Butter & Eier

    Die zimmerwarme Butter in eine große Schüssel geben.

    Eier dazu und alles schön schaumig rühren.


  2. Zucker & Aroma

    Zucker unterrühren, dann die komplette Pulle Bittermandelöl dazu.

    Keine Angst – genau das macht den Kuchen später so besonders.


  3. Mehl & Co

    Mehl, Backpulver und Vanillezucker einrühren.

    Fertig ist der helle Teig.

    Den jetzt kurz beiseitestellen.


  4. Dunkler Teig

    In einer zweiten Schüssel Backkakao, Zucker und Sonnenblumenöl gut vermischen.

    Dann ¼ des hellen Teigs dazugeben und alles gründlich verrühren.


  5. Form & Schichten

    Backform vorbereiten:

    • Entweder gut einfetten und mehlen

    • oder (mein Favorit): Kastenform mit Backpapier auslegen


  6. Zuerst den hellen Teig einfüllen und glatt streichen.

    Danach den dunklen Teig darauf verteilen.

  1. Marmorieren – der magische Moment

    Jetzt kommt der Klassiker:

    Mit einer langen Gabel von oben nach unten durch den Teig ziehen.

    Von hell nach dunkel.

    Einmal die Form drehen, nochmal durchziehen – fertig.

    Nicht zu viel! Marmor, kein Schokokuchen.


  2. Backen

    Backofen vorheizen auf 180 °C Umluft.

    Kuchen 1 Stunde & 10 Minuten backen.



Special Mama-Tipps


  • Umluft ist Pflicht!

    So wird der Kuchen außen schön knackig und bleibt innen saftig.


  • Haltbarkeit deluxe

    Der Kuchen hält sich locker 6–7 Tage.

    Aber bitte nicht in Tupper – da wird er gummig.


  • Aufbewahrung wie früher

    Angeschnitten einfach in einen großen Kochtopf legen und Deckel drauf.

    Klingt oldschool. Funktioniert perfekt.


  • Puderzucker rettet alles

    Vor dem Servieren eine ordentliche Schicht Puderzucker drüber.

    Und ja:

    Falls der Kuchen minimal zu dunkel geworden ist –

    sieht das dann kein Mensch mehr.


  • Servieren

    Kaffee dazu.

    Punkt.

    Mehr braucht es nicht.



Mein Resümee


Dieser Marmorkuchen ist kein Showstopper.

Er ist ein Bleiber.


Er steht da.

Er hält durch.

Er schmeckt am zweiten, dritten und fünften Tag immer noch besser als jeder gekaufte Kuchen.


Ein Stück Kuchen, ein Kaffee, und das Gefühl, von Mama hat ihn gebacken – für fünf Minuten ist das Leben okay.

Mehr braucht es doch im Alltag nicht.




Und falls du nach dem Kuchen denkst:

„Schön und gut – aber was gibt’s eigentlich zum Mittagessen?“

Dann leg ich dir einen meiner meistunterschätzten Lieblingsbeiträge ans Herz:

Frikadellen-Schmortopf – absoluter Schmackofatz für Faule (also für uns alle).


Ein Gericht für Tage, an denen:

• niemand Zeit hat

• niemand Lust hat

• aber trotzdem alle satt und glücklich sein wollen


Alles in einen Topf.

Kaum Aufwand.

Maximaler Geschmack.

So, dass selbst Kinder freiwillig mitessen.


Hier geht’s zum Rezept:



 
 
 

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