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🎄 Mental Load in der Weihnachtszeit:

  • Autorenbild: Mara Reinders
    Mara Reinders
  • 5. Dez. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Warum wir Mütter zu dieser Jahreszeit eigentlich zwei zusätzliche Köpfe bräuchten


Kennt ihr das Wort Mental Load? Nein? Dann willkommen im Club derjenigen, die seit Jahren eine unsichtbare Zusatzschicht Gehirnarbeit leisten – ohne dafür jemals einen Orden, eine Gehaltserhöhung oder wenigstens einen warmen Glühwein aufs Haus zu bekommen

.


Was bedeutet „Mental Load“ überhaupt?

Der Begriff beschreibt die mentale Dauerbelastung, die entsteht, wenn man nicht nur Dinge tut, sondern sie auch plant, organisiert, vorausdenkt, erinnert und orchestriert.

Kurz gesagt: alles, was in unseren Köpfen rattert, lange bevor IRGENDJEMAND anders auch nur annähernd merkt, dass etwas getan werden muss.


Also dieses berühmte „Schatz, du hättest doch einfach was sagen können!“

Ja. HÄTTE ich.

Aber dann hätte ich ja schon wieder DENKARBEIT geleistet. Und DIE kostet mich mittlerweile mehr Energie als ein Drei-Stunden-Wutanfall vorm Abendessen.


Und jetzt: Weihnachten.

Die Jahreszeit, in der der Mental Load von Müttern einmal kurz den Turbo einschaltet und uns direkt in eine mentale Vollzeitstelle PLUS Nachtschicht katapultiert.


Denn neben der ganz normalen Alltagsorga kommt plötzlich dazu:


  • Adventskalender befüllen (NICHT mit Süßkram, wir wollen ja „pädagogisch wertvoll“ wirken).

  • Adventskranz basteln/kaufen/zusammenstecken, bevor Oma anruft und fragt, warum „der bei euch dieses Jahr aber mickrig aussieht“.

  • Nikolausstiefel putzen, befüllen und früh genug erinnern („MORGEN ist Nikolaus! OH MEIN GOTT!“).

  • Weihnachtsgeschenke für alle und deren Haustiere besorgen.

  • Die passenden Geschenkpapierrollen in ästhetisch akzeptabler Farbe suchen (Spoiler: ausverkauft).

  • Alle Weihnachtsfeiern - Events koordinieren und organisieren

  • Plätzchen backen, Fotos für die Großeltern knipsen, im Kindergarten zehnmal „Last Christmas“ überleben.

  • Und nebenbei natürlich so tun, als sei diese Zeit „die schönste Zeit des Jahres“. Ho-ho-ho.



Und während Papa entspannt verkündet: „Ich hab die Lichterkette aufgehängt, bin soweit durch!“, sitzt Mama mit ihrer gedanklichen 112-Punkte-Liste da und denkt:

Junge, du hast einfach keine Ahnung.


Der unsichtbare Teil der Weihnachtsarbeit

Das Gemeine am Mental Load ist: Man sieht ihn nicht.

Niemand sieht, wie oft du nachts wach liegst und überlegst:


  • Ob du wirklich genug Nikolausgeschenke hast.

  • Ob dein Kind beim Wichteln vielleicht das falsche Geschenk bekommt und lebenslang traumatisiert ist.

  • Ob die Schwiegermutter den veganen Kartoffelsalat akzeptieren wird.

  • Ob du irgendwo noch die goldenen Bastelsterne von 2019 hast.


Dieser Kopfstress hat einen Namen. Und vor allem: Er ist real.


Was wir als Mütter wirklich 

mehr

 arbeiten in dieser Zeit

Die kurze Antwort: ALLES.

Die lange Antwort: Wir übernehmen emotionalen, organisatorischen und mentalen Zusatzaufwand, der faktisch mehrere Stunden pro Woche bedeutet.

Nicht, weil wir „übertreiben“. Sondern weil wir wissen:

Wenn WIR es nicht denken – denkt es niemand.


Und jetzt das Resümee, bevor noch der Glühwein anbrennt:

Wir müssen uns bewusst machen, wie viel wir mental leisten – besonders in der Weihnachtszeit.

Nicht, um uns selbst zu bemitleiden, sondern um endlich mal wertzuschätzen, was wir da eigentlich stemmen.


Und wir brauchen Strategien.

Zum Beispiel:


  • Aufgaben bewusst abgeben (ja, es wird vielleicht nicht perfekt – aber hey, dafür musst du es nicht tun).

  • Weniger Perfektion, mehr Realität.

  • Kleine Auszeiten: fünf Minuten Tee, zehn Minuten Handy aus, eine Folge schlechtes Trash-TV.

  • Und vor allem: Grenzen setzen, bevor man selbst „Last Christmas“ rückwärts singt.



Denn Weihnachten soll nicht nur für die Kinder magisch sein – wir Mamas verdienen diese Magie genauso.

Vielleicht nicht in Form eines perfekt dekorierten Hauses, aber in Form von mentaler Entlastung und echten Momenten zum Durchatmen.


Also, liebe Mamas:

Weniger Kopfstress, mehr Kerzenschein.

Und wenn der Nikolaus morgen kommt – denkt dran: Wir haben uns das hier alles selbst erarbeitet. Im wahrsten Sinne des Wortes.



 
 
 

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